Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Vietnam
 
 
 

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Vietnam

Vietnam ist eines der wichtigsten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Asien. Zwischen der vietnamesischen Regierung und der deutschen Regierung sind folgende Kooperationsschwerpunkte vereinbart:

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Ziel der vietnamesischen Regierung ist eine nachhaltige und sozial orientierte Wirtschaftsentwicklung, die der Bevölkerung bessere Lebensbedingungen und mehr Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten sichert. Derzeit strebt Vietnam eine stärkere Einbindung in den Weltmarkt an. Insbesondere der Beitritt zur Welthandelsorganisation 2007 erfordert weitreichende Verbesserungen wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Deutschland unterstützt Vietnam in dem umfassenden makroökonomischen Reformprogramm. Darüber hinaus werden qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. Nur zwölf Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung haben eine Facharbeiterausbildung. Eine Ausbildung nach modernen Standards ist dringend notwendig.

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Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Vietnam hat jahrzehntelang unter Kriegen und Armut gelitten. In dem einst sehr waldreichen Land sind nicht einmal mehr 20 Prozent der früheren Forstfläche erhalten geblieben. Illegaler Holzeinschlag, Brandrodung, Bodenerosion und Bodenvergiftung durch im Vietnamkrieg eingesetzte Entlaubungsmittel sowie der Rückgang der Artenvielfalt machen einen dringenden Handlungsbedarf deutlich.

Der rasante wirtschaftliche Aufschwung führt ebenfalls zu erheblichen Umweltbelastungen. In den Städten hat sich die Lebensqualität durch Abgase, Lärm und wachsende Müllberge deutlich verschlechtert. Entsorgungssysteme für industrielle und häusliche Abwasser fehlen, Abwasserleitungen sind oft alt und marode. Das Abwasser fließt ungeklärt in Flüsse, Seen und Kanäle. Dies führt unter anderem zur Verbreitung von Infektionskrankheiten.

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Gesundheitswesen

Die gesundheitliche Situation in Vietnam hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Von dieser positiven Entwicklung profitieren Arme und Angehörige ethnischer Minderheiten in abgelegenen Regionen allerdings wenig. Die Gesundheitseinrichtungen sind oft unzureichend mit Geräten und Material ausgestattet. Die Qualität der medizinischen Versorgung ist niedrig und für ärmere Menschen kaum bezahlbar. Der Aufbau eines Krankenversicherungssystems steht erst am Anfang.

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Fakten

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Vietnam seit 1990 mit dem übergeordneten Ziel der Armutsminderung. Bis 2009 hat die Bundesregierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Vietnam mit insgesamt rund einer Milliarde Euro gefördert. Die Bundesrepublik Deutschland gewährt Vietnam Darlehen für Investitionen, stellt lang- und kurzfristige Beratung zur Verfügung, entsendet Fachkräfte in Entwicklungsprojekte und bietet vietnamesischen Fach- und Führungskräften Weiterbildung an. Daneben wird aus Bundesmitteln die Arbeit kirchlicher Werke, politischer Stiftungen sowie anderer Organisationen der Zivilgesellschaft gefördert. Außerdem erhält Vietnam durch deutsche Beiträge zu Programmen der Europäischen Union und der internationalen Organisationen weitere Unterstützung.

Im Zeitraum 2008/2009 hat Deutschland Vietnam 138 Millionen Euro zugesagt. Die nächsten Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und Vietnam finden 2010 statt.

Germany in Vietnam 2010

 

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